Ergänzungen


Gesetze gibt es nur in der (erschaffenen oder entstandenen) Welt, nicht davor (Sept. 2016)

a) "Gesetz" = "ge-setzt" = "in die Welt gesetzt", d.h. Raum und Zeit UND Gesetze enstehen zugleich…. Etwas, das gesetzt wird, hat nicht immer existiert. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wurde es eben gesetzt, danach ist es gesetzt (eben "Gesetz"), davor hat es nicht exisitert. Dieser "Zeitpunkt" oder besser gesagt, dieser Beginn kann nur der Urknall sein (oder wie immer der Anfang genannt wird – einen Anfang hat es ja auf jeden Fall gehabt).

b) Ein Gesetz beschreibt immer eine Beziehung. Eine Beziehung besteht immer zwischen mindestens 2 Sachen, Gegebenheiten usw. Beziehungen und damit auch Gesetze gibt es also nur in der Zweiheit, nicht jedoch in der Einheit. Gesetze sind also Teil der geschaffenen oder entstandenen Welt und haben davor nicht exisitert. Die Enstehung oder Erschaffung der Welt kann also grundsätzlich nicht nach einem Gesetz erfolgen – sie war in diesem Sinne ein wahrhaft kreativer Vorgang.


Weitere Personen, die die Einheitserfahrung machten: Hermann Hesse (15. Okt. 2011)

Ergänzung zum Kapitel 5.4 Philosophen, Ketzer und Mystiker

Bei einem Besuch des Hermann Hesse-Museums in Montagnola (Tessin, Schweiz) stiess ich zufällig auf ein Buch
von Giosanna Crivelli mit schönen Fotos, die mit Zitaten von Hermann Hesse untermalt sind (Hermann Hesse hatte lange Jahre - von 1919 bis zu seinem Tod 1962) in Montagnola gelebt und geschrieben). Unter diesen Zitaten fand ich folgende:

" [...] ich bin auf dem Weg des Erstaunens für einen Augenblick der Welt der Trennungen entlaufen und in die Welt der Einheit eingetreten, wo ein Ding und Geschöpf zum andern sagt: Tat twam asi (´Das bist Du´)" (Einband, Rückseite)

"Jenseits der Gegensatzpaare, aus denen unsere Welt besteht, fangen neue, andere Erkenntnisse an." (S. 33)

"Ihn musste man finden, den Urquell im eigenen Ich [...] Alles andere war [...]Umweg, Verirrung." (S. 18)

Quelle: "Diese Landschaft, so beruhigt und so ewig" (Hermann Hesse - Collina d'Oro-Visionen); Fotos: Giosanna Crivelli; Hrsg: Regina Bucher; © Fondazione Hermann Hesse Montagnola; Giosanna Crivelli, Montagnola 2007


Die Suche nach der Weltformel ist definitiv gescheitert (Dez. 2007)

Durch einen Vortrag von Hans Küng im Nov. 2007 bin ich auf folgendes aufmerksam geworden:

Stephen Hawking erklärte in einer Vorlesung in Cambridge im Jahre 2004 die Suche nach der Weltformel bzw. nach einer GUT, einer Grand Unified Theory, als gescheitert in dem Sinne, dass es aussichtslos sei, dass sie jemals gefunden werden könne. Früher hielt er das nicht nur für möglich, er meinte sogar, dass wir dieses Ziel in absehbarer Zeit erreichen würden. Er begründete seinen Meinungswechsel mit dem Satz von Gödel, der schon 1930 die prinzipielle Unmöglichkeit einer alles umfassenden Theorie in der Mathematik bewies.

In meinem Buch leite ich auf S. 62ff das Unvollständigkeits-Prinzip als allgemein gültiges Prinzip her. Auf S. 63ff weise ich darauf hin, dass dieses Prinzip 1930 in der Mathematik von Kurt Gödel entdeckt und in seinem inzwischen berühmt gewordenen Unvollständigkeitssatz formuliert wurde. Zum Thema Weltformel verweise ich darauf, dass die Sprache der Physik die Mathematik sei und dass eben mit dem Satz von Gödel die Suche nach der endgültigen mathematischen Theorie bereits definitiv gescheitert sei. S. 65 steht zu lesen, dass viele Akademiker mit Verachtung auf jeden Hinweis reagieren, dass der Satz von Gödel etwas mit der wirklichen Welt zu haben könnte. Und ich stelle die Frage: Ob sich das jetzt ändert? Nun wissen wir also: Ja, es hat sich geändert! Stephen Hawking hat den Satz von Gödel zur Kenntnis genommen und die Konsequenzen daraus gezogen - wenn er wohl auch nicht durch mein Buch auf die Idee gebracht wurde.... Den Meinungswechsel von Hawking entdeckte ich allerdings erst mit drei Jahren Verspätung.

Hawkings Rede in Cambrige kann unter dem folgenden Link nachgelesen werden: http://www.damtp.cam.ac.uk/strtst/dirac/hawking/


Pythagoras kannte die Gottesformel (August 2007 / Januar 2008)

In den Sommerferien 2007 stiess ich auf Kreta auf ein Buch des griechischen Bauingenieurs Ippokratis Dakoglou mit dem Titel "Ο ΜΥΣΤΙΚΟΣ ΚΩΔΙΚΑΣ ΤΟΥ ΠΥΘΑΓΟΡΑ" ("Der mystische Code des Pythagoras"). Auf der Titelseite des Buches ist unter anderem die Formel "0 + ∞ = 1" abgedruckt:

Buch von Dakoglou

Im Buch selbst fand ich die Formel allerdings nur ein einziges Mal auf S. 16. In drei Zeilen steht dort geschrieben:

Dakoglu Text

Übersetzt: "Alles, was ich gegenwärtig zum Code des Pythagoras sagen kann, ist, dass sich dieser in der transzendenten Gleichung 0 + ∞ = 1 = Gott verbirgt und dass Pythagoras diese seinen Schülern lehrte und erläuterte."

Im Vergleich mit meiner Gottesformel ∞ · 0 = 1 stellen wir fest: 1) die Reihenfolge von  ∞ und 0 ist vertauscht; 2) Anstelle des "mal" steht ein "plus".
Dazu lässt sich sagen: 1) die Reihenfolge von Faktoren oder Summanden kann beliebig gewählt werden. 2) Wenn wir die Gottesformel in Worten "Alles und Nichts sind eins" in Zahlen (zurück-) übersetzen wollen, ist leicht einsehbar, dass "und" vielleicht sogar nahe liegender mit einem "+" übersetzt werden könnte. Allerdings ist die Gleichung dann mathematisch gesehen falsch, denn 0 + ∞ = ∞ .... Pythagoras setzt aber noch die 1 = Gott (theos) - was in der Zahlenmystik üblich war und ist -, so dass leicht erkennbar ist, dass seine Gleichung die Gottesformel meint.....!!

Ergänzung (Jan. 2008): Ich war schon früher im Zusammenhang mit der Gottesformel auf Pythagoras gestossen. In meinem Buch schreibe ich nämlich auf S. 245 im Kapitel 7.1 Das Tao der Mathematik I. Die Gottesformel: "Edouard Schuré macht im Zusammenhang mit Pythagoras die Anmerkung: „In der transzendentalen Mathematik beweist man algebraisch, dass Null mit der Unendlichkeit multipliziert gleich eins ist“. (Edouard Schuré: Die großen Eingeweihten, S. 467, Fußnote 72). Es folgt noch ein bisschen Zahlensymbolik, doch zur „transzendenten Mathematik" macht er leider keine weiteren Angaben." Es war mir schon damals, als ich das schrieb, nicht gelungen, mehr dazu heraus zu finden. Wer also über Pythagoras und die Gottesformel bzw. über Pythagoras und die transzendente Mathematik etwas weiss, darf sich gerne bei mir melden.


Zum Zusammenhang zwischen Gott und der Zahl 1 (2006)

Brunhild Krüger machte mich auf folgenden Zusammenhang aufmerksam:

Das russische Wort für "eins" lautet "odin" - sprich: "adin" mit Betonung auf dem "i" - und heißt damit gleich wie der germanische Gott "Odin", nur anders betont.



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