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ab Juli 2010
(Stand: 16. Dez. 2011)
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01 (Okt. 2008 -
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Die
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Juli 2010)
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otherwise. Pictures, maps aso. in a word all kind of illustrations may
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ACHTUNG:
DIE LABYRINTH-HÖHLE IST GEFÄHRLICH !
Betreten Sie sie nicht auf eigene Faust !
ATTENTION: THE LABYRINTH CAVE IS DANGEROUS !
Don't enter it off your own bat !
ΠΡΟΣΟΧΗ:
ΤΟ
ΣΠΗΛΑΙΟ
ΛΑΒΥΡΙΝΘΟΣ
ΕΙΝΑΙ
ΕΠΙΚΙΝΔΥΝΟ
!
Μην
μπαίνετε
μέσα με
δική
σας
πρωτοβουλία
!
|
07. Dez.
2011: Gibt es einen See im Labyrinth? - oder: Wie Verwechslungen und Irrtümer Gerüchte erschaffen
Die Antwort vorweg: wahrscheinlich nicht. Es gibt zwar
vereinzelte Gerüchte, aber bisher keinen verifizierten
Augenzeugen dafür!
Die Gerüchte, dass es im Labyrinth einen See gebe, scheinen
sich hartnäckig zu halten, sie tauchen immer wieder auf. Der
erste und einzige (!) historische Reisende, der einen See im
Labyrinth erwähnt - ohne ihn selbst gesehen zu haben -, ist
Bernard Randolph im Jahre 1687. Hier ein Auszug aus seiner Beschreibung
des Labyrinths:
“The
damps
are very great; against rain it is always dropping, but very dry with
Northerly
winds. At the end is a lake, and they tell you, that some have
attempted to go
to it, and have been drawn into it. Our curiosity did not invite us to
see it,
for were it not true, as in probability ‘tis not, the noisom
smells are enough
to stifle one.”
Quelle: The Present State of the
Islands
in the Archipelago (Or Arches); Sea of Constantinople, and Gulph of
Smyrna;
With the Islands of Candia, and Rhodes. Faithfully Described by Ber.
Randolph,
Oxford 1687, S. 79, abgedruckt in: Kaloust Paragamian
& Antonis Vasilakis: H
Labyrinthos tis Messaras, Irakliou 2002, S. 74 (Καλούστ
Παραγκαμιάν
και
Αντώνης
Βασιλάκης:
"η
Λαβύρινθος
της
Μεσαράς",
σελίδα 74)
Übersetzung
(deutsch): "Die Feuchtigkeit ist sehr
gross, im Vergleich zu Regen tropft es [zwar] ständig, aber
[es ist] sehr
trocken mit Nordwinden. Am Ende gibt es einen See, und sie
erzählen Dir, dass
einige versuchten hin zu gehen und hinein gerieten. Unsere Neugier lud
uns
nicht ein, ihn zu sehen, ob es wahr sei, da es
wahrscheinlich nicht
wahr ist, die üblen Gerüche reichen aus, um einen zu
ersticken."
Übersetzung (griechisch) /
Μετάφραση:
"Η
υγρασία
είνε πολύ
μεγάλη,
σε
σύγκριση
με βροχή
στάζει
συνέχεια,
αλλά
[είνε]
πολύ
στεγνό
με
βόρειους
άνεμους.
Στο
τέλος
υπάρχει
μια λίμνη,
και λένε
ότι
κάποιοι
προσπαθούν
να πίγαν
εκεί,
και
πέφτουν
μέσα. Η
περιέργεια
μασ δεν
μασ
προσκάλεσε
να την
δούμε, αν
δεν ήταν
αλείθια,
διότι
πιθανός
δεν
είναι, οι
άσχημες
οσμές
είνε
αρκετές
να σε
πνίγουν."
Der Umstand, dass er der einzige ist, der den See erwähnt, ihn
aber nicht selbst sah, macht den See genauso zu einem Mythos wie viele
der anderen Behauptungen, die sich um die Labyrinth-Höhle
ranken. Es könnte sich genau so gut um eine
irrtümliche Verdrehung einer Überlieferung handeln,
wie das in zwei
anderen Fällen beim Labyrinth ebenfalls geschah: es wird immer
wieder von einem Raum geredet, wo es von der Decke tropfte, darunter
gab es Gefässe oder Becken, die das tropfende Wasser
auffingen. Und an dieser Stelle soll auch weisser Schilf gewesen sein.
Ich fand diesen Raum, eingestürzt, aber auf den Einsturzmassen
noch begehbar. Es tropft dort heute noch so stark wie nirgends sonst im
Labyrinth. Der weisse Schilf bzw. Schilfrohr ist in Wahrheit weisses
Rohr, in Form von Stalaktiten, die relativ schnell wachsen. Von der
Decke nach unten wachsend sind diese Stalaktiten weisslich und innen
hohl, eben weisse Rohre. Einer der Augenzeugen, der ebenfalls im Buch
von Paragamian und Vasilakis zu Wort kommt, brachte mich auf die
Fährte des Irrtums: Während viele Augenzeugen sagen,
sie waren im Raum mit dem weissen Schilf, was irrtümlich nahe
legt, dass es tatsächlich Schilf war, sagt der Augenzeuge
Ilias Manassakis, er sei im Labyrinth an dem Ort gewesen, "wo das
Wasser tropft - wir nennen es "beim Schilf" -". (Original: "
εκεί που
έσταζε
το νερό -
“στα
καλάμια”
που λέμε"; Quelle: Paragamian &
Vasilakis, S. 128). Damit wird es klar: es ist kein Schilf, sie nennen
es nur so! Die Verdrehung, die später daraus entsteht: aus
einem Namen wird eine Tatsache. Es gab eine weitere, noch schlimmere
Verdrehung, oder besser einen Fehler: einer der "Augenzeugen" machte aus dem
weissen Schilf einen "Feigenbaum mit weissen Feigen" (Vasilis
Apostolakis, Quelle: Paragamian & Vasilakis, S. 103/104). Die
Überlieferung, dass das von der Decke herunter tropfende
Wasser in einem Gefäss oder Becken aufgefangen wurde,
könnte durch einen ähnlichen Irrtum umgewandelt
worden sein. Aus einem Becken, engl. "pool", könnte ein "See"
geworden sein......
Wer nähere Angaben zu dem See machen kann oder ihn sogar
selbst gesehen hat, ist natürlich gerne eingeladen, sich bei
mir zu melden. Ich würde dieser Geschichte dann nur zu gerne
nach gehen.......
25. Nov.
2011: Archäologe aus Berkeley mit Spezialgebiet Minoische
Archäologie sagt: Im Labyrinth ist nichts Minoisches zu finden
Ein Amerikaner aus Berkeley, der Archäologie studiert hatte
mit Spezialgebiet Minoische
Archäologie, besuchte
die Labyrinth-Höhle während ca. 2,5 Stunden und
besichtigte
in einem grossen Rundgang alle wesentlichen Gänge und
Räume.
Sein Fazit: Es war ein Steinbruch, wahrscheinlich aus der
römischen und/oder hellenischen (griechischen) Epoche - "I
could
find no evidence to support a dating to the Minoan period." ("Ich fand
keinen Hinweis, der eine Datierung in die Minoische Epoche
unterstützt hätte") - In
dieser Höhle ist nichts Minoisches zu finden, weder in
Inschriften, Symbolen und anderen Zeichen, noch in der Art der
Bearbeitung der Steine (Stein-Wände). Die Minoer, so der
Archäologe, hatten kein Eisen, nur Bronze. Die Bearbeitung der
Steine lässt jedoch auf Werkzeug aus härterem
Material als
Bronze schliessen. Es wäre angezeigt, so der Archäologe
weiter, einen Labyrinth-Stein mit Bearbeitungsspuren im
Labor untersuchen zu lassen. Mit modernen Methoden (die
auch in der Kriminalistik Anwendung finden) sollten
Rückstände der verwendeten Werkzeuge nachzuweisen sein. (Bei
dieser Gelegenheit sei daran erinnert, dass in
früheren Jahren römische Öllampen in der
Labyrinth-Höhle gefunden worden waren. Zwei solche Lampen sind
abgebildet in:
"Κρητικό
Πανόραμα", τευχος
3,
φεβ./μαρτ.
2004, Titelseite (in
den Händen der Frau) sowie S. 42 und 43; die Titelseite ist
abgebildet im
Literaturverzeichnis)
Insbesondere auch auf der Wand, auf der ich das Fisch-Symbol fand
(Symbol
der Christen während der Christenverfolgung), konnte der
Archäologe nichts Minoisches finden. Mindestens einige der
Zeichen
und Symbole auf dieser Wand sind wahrscheinlich ziemlich alt, auf jeden
Fall älter als die älteste Inschrift von
1444 im Raum
der Inschriften (Trapeza-Raum). Das Alter dieser Inschriften
ist
daran zu erkennen, dass das Phänomen der Ausblühung
die
eingravierte Linien ziemlich stark nach aussen wölbt durch die
Ausfüllung der Rillen mit weissen Kristallen, die hier
aufgrund
des Staubes allerdings nicht mehr weiss, sondern grau sind. So sind
z.B. die Rillen der Inschrift Savarys von 1779 - an anderer Stelle der
Labyrinth-Höhle - mit einer weissen
Kristallschicht gefüllt, die nach über 200 Jahren
vielleicht
1-2 mm breit ist und auch etwa 1-2 mm aus der Wand heraus ragt.
Demgegenüber beträgt die Dicke der Kristallschicht,
die die
Linien des Fisch-Symbols und anderer Zeichen füllt, bis zu
knapp 1
cm (= 10 mm ) !! Auf das Alter kann man daraus leider nicht direkt
Schlüsse ziehen, da die Geschwindigkeit des Wachstums der
Ausblühungen im Labyrinth nicht bekannt ist. Auch der
Verlauf
der Feuchtigkeit im Labyrinth, deren Schwankungen solche
Ausblühungen zur Folge haben, ist nicht bekannt.
Savary
besuchte das Labyrinth 1779 und dann 1789 noch einmal. In seinem
Reisebericht beschreibt er, dass er die weisse Füllung, also
die
Ausblühung, seines eingravierten Namens bei seinem zweiten
Besuch
nach 10 Jahren bereits beobachten konnte. Wäre diese
Ausblühung im selben Tempo weiter gewachsen, müsste
sie heute
wahrscheinlich viel dicker sein. Es ist also anzunehmen, dass das Tempo
der Ausblühung Schwankungen unterliegt. Ausserdem tritt es
lange
nicht im ganzen Labyrinth auf, sondern nur an einigen Stellen.
16. Nov.
2011: Die Lore vom 2. WK in der Nähe des Labyrinth-Einganges
ist weg
Die Lore, die noch im Herbst 2009 unter dem Baum lag in der letzten
Kurve vor dem Parkplatz vor dem Eingangstal zum Labyrinth, war im
Herbst 2011 verschwunden.
15. Nov.
2011: Eine weitere interessante
(griechische) Inschrift von 1943 entdeckt, die während der
Zeit der Besetzung durch die
Wehrmacht angebracht wurde

Die Inschrift
"Minas Filippidis 1.9.1943, Elektriker", wurde während des II.
WK
angebracht und zwar während der Zeit, in der die Wehrmacht das
Labyrinth als Munitionsdepot benützte. Die Inschrift befindet
sich an einer heute nur schwer zugänglichen Stelle des
Eingangsbereiches.
(vielen
Dank für den Hinweis an B. E.!)
09. Okt. 2011: Der Eingang ist mit Steinen
versperrt
Im Jahre 2011 ist der Eingang
wieder mit Steinen
zugeschüttet. Ob dies auf behördliche Anordnung
geschah oder
einem Naturereignis zuzuschreiben ist, entzieht sich aktuell meiner
Kenntnis.
Foto: W. M.
(vielen Dank!)
04. Feb. 2011:
Das Ende meiner Forschungen in
der Labyrinth-Höhle
Nachdem ich eines meiner
grössten Ziele an Ostern 2010 erreichte, indem ich den
"sagenumwobenen" Raum mit dem angeblich weissen Schilf fand (und diesen
als Stalaktiten identifizieren konnte, siehe den untersten Beitrag vom
1. Juli 2010), habe ich meine Forschungen in der
Labyrinth-Höhle
selbst bis auf weiteres eingestellt. Es bleiben noch einige begleitende
Forschungen zu erledigen, die allerdings den Besuch der Höhle
nicht erfordern, so z.B. die Suche nach dem Plan der Deutschen vom II.
WK, weitere Literatur oder der Besuch von vergleichbaren
unterirdischen Steinbrüchen wie Vicenza, Arras oder die Beer
Quarry Caves usw. Es bleibt also zu erwarten, dass es auch weiterhin
immer mal wieder was zu berichten gibt in diesen NEWS.....
13.
Dez. 2010: Unterirdische Kalksteinbrüche bei Vicenza,
Italien
Sebastian
Münster stellte in seiner Cosmografia im 16. und 17.
Jahrhundert die Labyrinth-Höhle ebenfalls vor. Beschreibt er
sie in den früheren Ausgaben noch als das Labyrinth des
Minotaurus, so widerspricht er dem in der letzten Ausgabe von 1628 auf
S. 1441 und 1442: "Aber die Gelehrten / so diese Gegne
wol besehen / bezeugen / dass selbiges Ort nicht der Labyrinth (als
dessen schon zu Plinii zeiten / wie er selbsten bezeuget / keine
Anzeigungen mehr vorhanden waren) sondern ein alter Steinbruch gewesen
/ da man nach und nach Stein
aussgehawen / und also das Erdtrich mit vielen dergleichen
Gängen
undergraben habe / wie man dann dergleichen auch in Italia sicht /
nicht weit von der Statt Vicenza." Mehr zu Münster:
http://www.labyrinthos.ch/News.03.html#Muenster
. Ich will diese
Steinbrüche schon seit längerer Zeit zu
Vergleichszwecken
gerne selbst
besuchen und fotografieren. Da ich noch nicht dazu gekommen bin, stelle
ich
hier einige Bilder vor, die ich im Internet fand:
Quellen:
(Zur Zeit nicht bekannt, die
entsprechenden Internet-Seiten müssen zuerst wieder gesucht
werden)
18.
Nov. 2010: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse meiner
Forschungen zur Labyrinth-Höhle (Teil 2, Kap. 12):
Ergänzung
Folgenden
Text habe ich
in Teil 2, Kap. 12, am 17.11.2010 hinzugefügt (Textkorrektur
13.12.2010): Bei dieser weitgehend künstlichen
Höhle
handelt es sich um einen ehemaligen unterirdischen Kalksteinbruch.
Solche unterirdischen Kalksteinbrüche gibt es in
ähnlichen Ausführungen
vielerorts, z.B. in der
Umgebung der Labyrinth-Höhle sowie bei Agia Irini und Spilia
auf
Kreta; unter Paris und Arras (F), bei Vicenza (I) oder die Beer Quarry
Caves (GB) usw. Die Steine wurden in der Höhle fertig
zubehauen
und dann nach aussen transportiert. Um die dabei immer grösser
werdende Höhle vor Einsturz zu sichern, wurden immer wieder
meist
rechteckige Säulen stehen gelassen zur Stützung der
Decke.
Der Steinbruch wurde sicher zu römischen Zeiten
benützt, eine
frühere Verwendung ist noch nicht seriös
abgeklärt.
Verbindungen mit der Mythologie können nur als
Übertragung
angesehen werden und traten frühestens nach der Stilllegung
des
Steinbruches auf, wahrscheinlich in einem der ersten Jahrhunderte nach
Christus. Die Höhle wirkt bloss beim erstmaligen Besuch
labyrinth-artig. Sie hat hat jedoch überhaupt nichts
labyrinth-artiges an sich, weder im Sinne eines Irrgartens, noch im
Sinne des Einweg-Ornamentes, noch im Sinne eines riesigen
Gebäudes. Die früheste Erwähnung, die die
Gegend mit dem
Labyrinth der Mythologie, zugleich aber mit einer rationalisierten
Version des Mythos (Minotaurus als gewöhnlicher Mensch, als
ausserehelicher Sohn von Pasiphae und ihrem Sekretär namens
"Tauros"), in Zusammenhang bringt, ist Malalas im 6. Jh. n. Chr.
(andere angeblich frühere Erwähnungen bei Catull,
Statius und
Claudian erwiesen sich als falsch bzw. als fragwürdige,
spekulative und
zu weit gehende Interpretation). Der erste gesicherte Augenzeuge, der
die
Labyrinth-Höhle selbst sah und auch selbst beschrieb, war
Cristoforo
Buondelmonti 1415 (Veröffentl. 1417). Vergleicht man die
Länge der
Gänge in der
Labyrinth-Höhle von 2,5 km mit derjenigen anderer
unterirdischer
Kalksteinbrüche wie Paris (300 km) oder Arras (60 km), dann
entpuppt sie sich als nichts besonderes. Auch die Eigenart, nicht mehr
verwendete Räume mit Abraum zu füllen und dabei
teilweise
recht schöne Trockenmauern zu erbauen, ist zwar
auffällig in
der Labyrinth-Höhle und scheint zunächst etwas
Besonderes zu
sein. Im Bergbau allgemein ist das jedoch nichts besonderes, und es ist
auch in anderen unterirdischen Steinbrüchen anzutreffen (z.B.
Paris), wenngleich es doch nicht die Regel zu sein scheint.
17.
Nov. 2010: Gefahr eines Unfalles im Labyrinth
Ich wurde darauf
hingewiesen, dass
meine Website Besucher in das Labyrinth locken
könnte, was dann zu Unfällen
führen könnte wegen den in der Höhle
lauernden Gefahren (Einsturzgefahr, Munition vom II. WK). Es
wäre
ein leichtes, solche Unfälle zu vermeiden, indem man die bis
jetzt
noch offenen Zugänge verschliesst (und wieder für
Besucher
öffnet, nachdem die Munition entfernt und
einsturzgefährdete
Stellen gesichert oder gesperrt wurden). Trotzdem sehe ich
mich - um von meiner Seite keinen Vorschub an mögliche
Unfälle zu leisten - gezwungen, die genaue Lokalisation der
Labyrinth-Höhle sowie die Beschreibung der
Eingänge bis auf weiteres aus meiner Website zu entfernen, und
zwar solange, bis die Gemeindeverwaltung Iraklion die Eingänge
verschlossen hat, wie sie dies in ihrer Presse-Mitteilung vom
17.09.2010 ankündigte (siehe
übernächste Meldung vom 15. Okt. 2010).
21.
Okt. 2010: Informations-Veranstaltung zum Labyrinth in Mires am
Montag-Abend, 18. Okt. 2010
Am Montag-Abend, 18.
Okt. 2010, fand
im Kino-Polyzentrum von Mires eine Veranstaltung zum Thema "Labyrinth"
statt, organisiert von der kretischen Abteilung der griechischen
Speleologischen Gesellschaft ESE in Zusammenarbeit mit dem Syndikat der
Vereine der Messara mit Vortrag, Diashow und Diskussion. Die Abbildung
zeigt die Karte mit der Einladung (links) sowie eine Foto von der
Veranstaltung (rechts). Die Präfektin von Iraklion sagte, die
Offerte der Firma Tauber sei eingetroffen und nannte die Zahl von
900'000 Euro für die Räumung von der restlichen
Munition, die Restaurierung und die Sicherung des
Labyrinthes. Die eine Hälfte will Iraklion
übernehmen, die andere Hälfte - so hofft sie -
Deutschland.
15. Okt. 2010: Lokalisierung des
Labyrinths vorüber gehend aus der Website entfernt
Die
genaue Lokalisierung des Labyrinthes wird aus
Sicherheitsgründen, das
heisst wegen der Zugänglichkeit der Höhle
sowie den darin drohenden
Gefahren (siehe Kapitel 1e) vorüber gehend aus der Website
entfernt. Die Eingänge zum Labyrinth sollen gemäss
der
Presse-Mitteilung der Präfekturverwaltung Iraklion vom 17.
Sept. 2010
(siehe http://www.nah.gr/news/2010-press/17-09-10-4.html
Sprache: griechisch) verschlossen werden. Bis dahin wird die
Zurückhaltung der genauen Lokalisierung wohl andauern
müssen. Der
Verfasser bittet um Verständnis. Ergänzung
17.11.2010: Mehr Infos siehe den Beitrag vom 17.11.2010
07.
Okt. 2010: Vierseitiger Bericht übers Labyrinth in der
Zeitschriften-Beilage "Fänomena" Nr. 2 vom Okt. 2010
In der Pressebeilage
"Fänomena"
Nr. 2 vom 02. Okt. 2010 erschien auf den Seiten 14-17 ein vierseitiger
Bericht zum Labyrinth von Nikolaos Leloudas, renommierter
Höhlenforscher und Vorstandsmitglied der griechischen
Speläologischen Gesellschaft ESE (
Sprache:
griechisch).
Ich konnte den Artikel noch nicht übersetzen, aber so wie ich
Herrn Leloudas kenne, dürfte dieser Artikel ein qualitativ
hoch
stehendes Erzeugnis darstellen. Die Fotos zeigen die Titelseite sowie
die Seiten 14 bis 17.
Quelle:
Fenomena
Nr. 2, 02. Okt. 2010, Seiten 14-17
07.
Okt. 2010: Doppelseitige Zeitungs-Artikel im "Antilalos tis Messaras"
vom 14. und 21. Sept. 2010
Die kretische
Lokalzeitung "Antilalos
Tis Messaras" brachte am 14. (S. 4/5) und 21. Sept. 2010 (S. 12/13) je
einen doppelseitigen
Artikel zum Labyrinth und den Vorgängen rund um die illegalen
Ausgrabungen, deren Inspektion durch die Polizei sowie zum
Kostenvoranschlag der Firma Tauber zur Säuberung des
Labyrinthes.
Hier die angekündigten Fotos der Artikel. Die Schlagzeile am
14.09. lautete: "Speläologen und Polizisten in der
Labyrinth-Höhle"; am 21.09. lautete sie (sinngemäss):
"Es
beginnt sich was zu bewegen hinsichtlich des Labyrinthes der Messara".
Die Artikel können hier als pdf-files herunter geladen werden (
Sprache: griechisch):
Quellen:
1)
Antilalos
tis Messaras 14.09.2010, S. 4-5
2)
Antilalos
tis Messaras 21.09.2010, S. 12-13
20./27.
Sept. 2010: Presse-Konferenz
der Präfektur Iraklion am 17. Sept. 2010 zur Inspektion vom
15.
Sept. sowie zur geplanten Säuberung, Schliessung und
Wieder-Nutzbarmachung des Labyrinthes
Nachdem ich den Text der
erwähnten Medien-Mitteilung (siehe Quelle) anlässlich
der
Pressekonferenz vom 17. Sept. 2010 (siehe Foto 1, daneben und darunter
Fotos von der Inspektion am 15. Sept. 2010) übersetzt habe,
hier
also die interessanten Punkte:
- Das deutsche Unternehmen Tauber macht einen
Kostenvoranschlag
für die Säuberung des
Labyrinthes von den Munitionsresten, die noch aus dem 2. Weltkrieg
stammen. 2 Ingenieure dieses Unternehmens hatten an der Inspektion vom
15. Sept. 2010 teilgenommen. Der Kostenvoranschlag soll innerhalb von 2
Wochen erstellt werden und die zu ergreifenden Massnahmen
vorschlagen.
- Die Eingänge zum Labyrinth sollen so geschlossen werden,
dass es
niemand mehr betreten kann. Die Schliessung wird von der
Präfektur
Iraklion finanziert.
- Die Präfektur Iraklion hält die zukünftige
Nutzbarmachung des Labyrinthes für eine wichtige
Aufgabe
wegen der positiven sozio-ökonomischen Folgen für die
betroffene Gegend, wenn das Labyrinth zusammen mit dem benachbarten
Gortyn wieder zu einer touristischen Attraktion würde.
- Die Inspektion vom 15. Sept. bestätigte aber auch die
illegalen Grabungen.
Quelle:
http://www.nah.gr/news/2010-press/17-09-10-4.html
(
Sprache: griechisch)

27.
Sept. 2010: Erstausstrahlung des
National Geographic-Films zum "Labyrinth Lost"-Projekt von 2009 in den
USA am Mo, 27.09.2010, unter dem merkwürdigen Titel "The Holy
Grail" (Der Heilige Gral)
Am Mo, 27. Sept. 2010,
wird National
Geographic erstmals den Film "The Holy Grail" in den USA ausstrahlen.
Er wird unter anderem den Beitrag zum "Labyrinth Lost"-Projekt der
Universität Oxford vom Sommer 2009 enthalten, der im
März
2010 gedreht wurde. Ich hatte seinerzeit am "Labyrinth Lost"-Projekt
als Experte für die Labyrinth-Höhle teilgenommen und
war
deshalb im März 2010 auch zu den Dreharbeiten von WAG tv
eingeladen, die im Auftrag von National Geographic drehten. Das Thema
Labyrinth-Höhle dürfte allerdings, dem eigenartigen
Titel
"The Holy Grail" (der Heilige Gral) nach zu schliessen, nur einen
winzigen Teil des gesamten Filmes ausmachen.
Quelle:
http://channel.nationalgeographic.com/episode/the-holy-grail-5048/Photos/08850_00#tab-Photos/3
26.
Sept. 2010: Doppelseitige Zeitungs-Artikel im "Antilalos tis Messaras"
vom 14. und 21. Sept. 2010
Die kretische
Lokalzeitung "Antilalos
Tis Messaras" brachte am 14. und 21. Sept. 2010 je einen doppelseitigen
Artikel zum Labyrinth und den Vorgängen rund um die illegalen
Ausgrabungen, deren Inspektion durch die Polizei sowie zum
Kostenvoranschlag der Firma Tauber zur Säuberung des
Labyrinthes. Fotos und
mehr Details folgen in Bälde.
16.
Sept. 2010: Inspektion des Labyrinths durch Experten, Polizei,
Staatsanwalt usw.
Zur Zeit ereignet sich
Unglaubliches
- es scheint so, als ob nun plötzlich alles, was auf Kreta
Rang
und Namen hat, das Labyrinth inspiziert: Fachleute,
Speleologen,
die Polizei, der Staatsanwalt von Iraklion, Bürgermeister usw.
Die
beiden lokalen Zeitungen, die "Apopsi tou
Notou" und die "Antilalos tis
Messaras" vom 31. August und vom 14. September 2010 wie auch
andere Medien berichten
über die Vorgänge sowie über das im darunter
stehenden
Beitrag erwähnte Presse-Communique. Leider liegen mir diese
Zeitungs-Artikel noch nicht vor. Ein kurzer Presse-Artikel
zur Inspektion vom 15. Sept. 2010, an dem ein Geologe, ein Ingenieur,
ein Munitions- und Sprengstoffexperte teilnahmen sowie hohe Beamte der
Abteilung für Entwicklungsplanung erschien unter dem folgenden
Link (
Sprache: griechisch):
Quelle:
http://www.neakriti.gr/?page=newsdetail&DocID=760390
10.
Sept. 2010: Presse-Kommunikee der Kretischen Sektion der Griechischen
Speläologischen Gesellschaft

Am
09. Sept. 2010 gab die Kretische Sektion der Griechischen
Speleologischen Gesellschaft ESE ein Presse-Kommunikee heraus. Darin
geht es vor allem um die illegalen Grabungen im Labyrinth, die 2009
schon für Aufsehen sorgten, und im 2010 offenbar weiter
gingen.
Nach der Anzeige beim Staatsanwalt von Iraklion (siehe weiter unten)
durch Mitglieder der erwähnten Sektion besuchte eine Gruppe
von 5
Speleologen und 1 Polizist am 05. Sept. 2010 das Labyrinth, um weitere
Werkzeuge, Stromkabel, einen Generator und diverses Material sowie eine
grosse Menge Abfall zu beschlagnahmen (siehe Foto links).
Das Communique weist darauf hin, dass schon öfter
solche
illegale Grabungen durch moderne Schatzsucher zu beklagen waren, und
fordert u.a. den Schutz des Labyrinthes. Dieser wird wohl vorerst bloss
darin bestehen, dass der Eingang verschlossen wird, wie dies schon
länger von verschiedenen Seiten gefordert wird.... Wann dann
die
Restaurierung (Säuberung von der verbliebenen Munition,
Stützung der einsturzgefährdeten Partien, Schliessung
der
nicht absicherbaren Partien, Wieder-Eröffnung für den
Tourismus) des Labyrinthes in Angriff genommen wird, das
vermögen
wohl auch die besten Hellseher nicht vorher sagen.....
20. Aug. 2010: Neue Fotos in der Website
Zur Zeit arbeite ich
wieder an der
Website: es werden neue Fotos aufgenommen von Teilen des Labyrinths,
die bisher nicht oder nur schlecht fotografisch dokumentiert waren.
Dies betrifft vor allem kleinere Nebenräume sowie Exkursionen
in
jene Räume, die mit Steinen gefüllt sind und daher
nur auf
Knien und Bauch zugänglich sind. Strukturen in diesen
letzteren
Räumen fehlen häufig auf dem Petrochilou-Plan. Auf
den alten
Plänen sind solche Räume gar nicht eingezeichnet. Aktuell
eingefügt: Fotos im Gang rechts: eine Nische bei
Raum 1, Raum 1b, Verzweigung nach rechts zwischen Raum 1 und Raum 2
14. August
2010: Zeitungsartikel in der griechischen Tageszeitung "Ta Nea" vom Mi,
11. Aug. 2010

Die
grösste griechische Tageszeitung, die "Ta Nea", vom Mi, 11.
August
2010, brachte auf S. 18 einen ganzseitigen Artikel zum Labyrinth und
den darin entdeckten fortgesetzen illegalen Ausgrabungen. Ich bin darin
als Autor dieser Website erwähnt sowie als Fotograf der
abgedruckten Fotos. Was genau geschrieben steht, muss ich erst noch
übersetzen. (Das Titelblatt, links abgebildet,
enthält keinen
Hinweis auf den Artikel,
für
die Links einen Dank an Nikolaos Leloudas).
Link zum online-Artikel:
http://www.tanea.gr/default.asp?pid=2&ct=1&artid=4588766
Link zur S. 18 (pdf):
www.labyrinthos.ch/News/Ta.Nea.Artikel.11.08.2010.S.18.jpg
06.
August 2010: Doppelseitige Zeitungsartikel im "Apopsi tou Notou" und im
"Antilalos tis Messaras": Anzeige beim Staatsanwalt betr.
(fortgesetzte) illegale Ausgrabungen im Labyrinth
In den beiden
Wochenzeitungen der
Messara, dem "Apopsi tou Notou" und dem "Antilalos tis
Messaras" vom 03. August 2010 berichten die beiden
Journalistinnen
Argyros Klimathianaki
(Apopsi, S. 18/19) und Sofia Ploutinaki (Antilalos, S. 20/21)
über
fortgesetzte illegale Ausgrabungen im Labyrinth. Mitglieder der
Kretischen Abteilung der Griechischen
Speleologischen
Gesellschaft ESE haben beim Staatsanwalt Anzeige eingereicht. Dieser
hat eine Intervention angeordnet. Im Sommer 2009 waren bereits illegale
Grabungen und Bohrungen in den Wänden ans Tageslicht gekommen,
als
eine Gruppe der Universität Oxford unter der Leitung von
Nicholas
Howarth zusammen mit mir und 3 Mitgliedern der ESE das Labyrinth
besuchten. Dabei hatte ein Mitglied der ESE Werkzeuge
(Schaufeln,
Pickel), Kabel, Schleifscheiben und Bohreinsätze gefunden.
Eine
mehrköpfige Truppe der Polizei war damals ins Labyrinth
gegangen
und hatte diese Materialien beschlagnahmt. Aufgrund von Vergleichen von
Fotos von 2009 und 2010 kann festgestellt werden, dass nicht nur die
illegalen Grabungen weiter gingen. Auch die quadratische Anordnung von
Bohrlöchern in einer Wand wurde auf etwa die doppelte bis
dreifache Fläche vergrössert, wobei dieses Mal nicht
Löcher gebohrt wurden, sondern Steine aus der Wand
ausgebrochen.
Ausserdem wurden 2010 zwei Generatoren gefunden.
29.
Juli
2010: Zeitungsartikel im "Apopsi tou Notou" betreffend einer Eingabe im
Parlament zur Förderung des Labyrinths
In einer Wochenzeitung
der
Messara, dem "Apopsi tou Notou" vom 27. Juli 2010, erschien S. 31 ein
Artikel (Autor nicht angegeben), wonach Manolis Stratakis im Parlament
in Heraklion einen Anzug eingereicht hatte zur Anerkennung,
Restaurierung und Förderung des Labyrinths. Der Artikel
erwähnt unter anderem die von mir gefundenen Räume
und deren
Bestätigung durch die Griechische Speleologische Gesellschaft
ESE
sowie das Interview mit Nikolaos Leloudas, Vorstandsmitlglied der ESE.
28.
Juli
2010: Steine aus dem Labyrinth werden tatsächlich
härter - und weisser - wenn sie nach draussen gelangen

Mein
Artikel vom
05. Juli 2010,
wonach Steine aus dem Labyrinth angeblich aushärten, wenn sie
aus
dem Labyrinth an die Aussenluft gelangen, hat bisher keine Reaktion
unter den Lesern hervor gerufen. Der Text zu den Beer Quarry Caves
(siehe darunter stehenden Beitrag), der die Aushärtung
unerwartet
bestätigt, wird seinerseits nun durch die im Artikel vom 05.
Juli
2010 erwähnte Arbeit einer Künstlerin
bestätigt: die
gelblichen Steine aus dem Labyrinth (A, unbearbeitet, vor 1 Tag aus dem
Labyrinth exportiert) werden nicht nur härter, sie werden auch
weisser (B, bearbeitet, vor ca. 10 Tagen aus dem Labyrinth exportiert)!
Ausserdem sollte dieses Phänomen jedem bekannt sein, der schon
mal
seinen Namen oder seine Initialen oder sonst was an eine Wand im
Labyrinth ritzte: die Ritzungen sind in der Regel weiss.
27.
Juli
2010: Ähnliche unterirdische Steinbrüche in England,
die Beer
Quarry Caves, erhärten Vermutungen zum Labyrinth
Die Beer Quarry Caves in
Süd-England sind unterirdische Kalk-Steinbrüche, die
zuerst
von den Römern ab 50 n. Chr. und auch später
noch
bis ins Jahr 1920 ununterbrochen genutzt wurden (Quelle 1).
Nicht
nur sehen wir auf den Bildern ähnliche Strukturen, der Text
enthält den folgenden interessanten Hinweis: "Beer stone was
much
prized by the masons, as freshly quarried it is ideal for fine detail
carvings but hardens on exposure to the air, turning a beautiful creamy
white colour." (deutsch: "Die Steine von Beer wurden von den Maurern
sehr geschätzt, da sie, frisch behauen, sich besonders
für
feine Bearbeitung eignen, aber an der Luft aushärten, wobei
sie
eine schöne cremig weisse Farbe annehmen.") Die Behauptung,
Steine
aus dem Labyrinth würden an der Luft aushärten (siehe
den
Beitrag vom 05. Juli 2010),
wird also durch ein gesichertes vergleichbares Auftreten dieses
Phänomens an einem anderen Ort gestützt. (Beer stone
ist
übrigens limestone, dt. = Kalkstein).
(Für den Hinweis Dank
an Dudley Moore)
Quelle 1:
http://www.beerquarrycaves.fsnet.co.uk
22.
Juli
2010: Zwei weitere Fotos vom
Labyrinth-Besuch mit ESE-Mitglied
Den
Artikel
vom 15. Juli 2010
über den Besuch des Labyrinthes mit einem Mitglied der
Griechischen Speleologischen Gesellschaft ESE zwecks
Bestätigung
der von mir entdeckten Räume habe ich mit 2 weiteren Bildern
versehen, die zeigen, welche Hindernisse auf dem Weg zu diesen
Räumen zu passieren sind:
20.
Juli
2010: Doppelseitige Zeitungsartikel im "Apopsi tou Notou" und im
"Antilalos tis Messaras" anlässlich der 4 von mir entdeckten
Räume im Labyrinth sowie deren Bestätigung durch
einen
Speleologen der Griechischen Speleologischen Gesellschaft ESE /
Interview mit Nikolaos Leloudas, Vorstandsmitglied der ESE
In den beiden
Wochenzeitungen der
Messara, dem "Apopsi tou Notou" (Ap.) und dem "Antilalos tis Messaras"
(An.) vom 20. Juli 2010 berichten die beiden Journalistinnen Argyros
Klimathianaki
(Ap.) und Sofia Ploutinaki (An.) über die von mir gefundenen
vier
neuen Räume. Auszüge aus einem Interview mit Nikolaos
Leloudas, einem
führenden Speleologen und Vorstandsmitglied der Griechischen
Speleologischen
Gesellschaft ESE, bestätigen unter anderem, dass ein
Mitglied dieser Vereinigung mit mir im Labyrinth war und die
erwähnten 4 entdeckten Räume gesehen hat.
19.
Juli
2010: weitere Postkarte des historischen Einganges zum Labyrinth von
ca. 1900
17.
Juli
2010: Loch bei Ambelouzos ist ein Eingang, aber nicht zum
Labyrinth, sondern zu einem römischen Wassertunnel
Bei Ambelouzos gibt es
ein Loch im
Boden, dass offensichtlich in einen gemauerten Gang führt.
Verschiedene Personen hielten es für einen Eingang zum
Labyrinth.
Dies ist alleine aufgrund der Distanz und des
Höhenunterschiedes a
priori äusserst unwahrscheinlich. Eine
Überprüfung am
16. Juli 2010 ergab, dass der Eingang in einen geraden,
gewölbten
Tunnel römischer Bauart führt, dessen Boden unter
Wasser
steht. Die Enge des Tunnels und die Notwendigkeit von Spezialkleidung
verhinderten (vorerst) die weitere Erforschung dieses Tunnels.
Ausserdem ist nicht abschätzbar, ob das Wasser gleichbleibende
Tiefe aufweist (20 - 30 cm), der Boden ist voll weichen
Schlammes,
in den man einsinkt, und der Boden darunter den Blicken ganz
verschlossen, was eine Erforschung gefährlich macht
(Löcher
oder nach unten führende Schächte wären
möglicherweise nicht zu erkennen). Da dieser Tunnel thematisch
nichts mit dem Labyrinth zu tun hat, werde ich ihn auch nicht weiter
erforschen, das bleibt anderen Interessierten überlassen.
16.
Juli
2010: Interview im kretischen Lokal-Radio "Dream FM 90.6" in Timpaki
mit Nikolaos Leloudas (und mir)
Am Fr, 16. Juli, wurde
in einem
Lokalradio der Messara, Radio "Dream FM 90,6", zwischen ca. 09.40 und
10.20 Uhr ein Interview ausgestrahlt mit Nikolaos Leloudas, einem
führenden Speleologen und Vorstandsmitglied der Griechischen
Speleologischen
Gesellschaft ESE, worin er unter anderem bestätigte, dass ein
Mitglied dieser Vereinigung mit mir im Labyrinth war und alle diese
erwähnten neu entdeckten Räume gesehen hat. Das
Interview
führte Sofia Ploutinaki. Zum guten Ende durfte ich dann auch
noch
einige Worte an die Zuhörer richten, zur Freude der
Radio-Moderatoren tat ich das nicht in Deutsch oder Englisch,
sondern auf Griechisch - so gut es ging. Am
Dienstag, 20. Juli, werden weitere Artikel zum Thema folgen, in den
beiden Lokalzeitungen "Apopsi tou Notou" (Argyros Klimathianaki) und im
"Antilalos tis Messaras" (Sofia Ploutinaki).
15.
Juli
2010: Besuch des Labyrinthes (u.a. der 4 von mir im April 2010
gefundenen Räume) mit einem Mitglied der Griechischen
Speleologischen Gesellschaft ESE

Am
Do, 15. Juli,
begleitete mich ein
Mitglied der Griechischen Speleologischen Gesellschaft ESE ins
Labyrinth. Auf diesem Rundgang zeigte ich ihm alle neu entdeckten
Räume, Gänge und Gebiete, die ich seit April 2010 und
teilweise auch schon früher, im Labyrinth gefunden oder wieder
gefunden hatte. Dazu gehören die 4 Räume, die ich im
April
dieses Jahres fand (darunter der wahrscheinliche "Kalamia"-Raum) und
die in der Lokalzeitung "Apopsi tou Notou" (siehe Artikel darunter)
erwähnt werden, den zweiten Raum der Inschriften,
sowie einen
Raum, der in den modernen Plänen fehlt, aber auf Siebers Plan
(und
anderen alten Plänen) eingezeichnet ist. Der Zweck dieser
Aktion
lag darin, meine Entdeckungen zu bestätigen (ein Wunsch
der lokalen Medien), sowie die Kenntnis der Lokalisation dieser
Räume in angemessene griechische Hände weiter zu
geben.
Ergänzung
18.07.2010:
Einen Komplex von teilweise schön gemauerten Gängen
sowie
teilweise zerstörten und eingestürzten
Gängen und
Räumen, die auf allen Plänen fehlen und die ich schon
vor 10
Jahren, im November 2000 fand, konnte ich Mitgliedern der ESE schon bei
früherer Gelegenheit zeigen.


13.
Juli
2010: Ganzseitiger Artikel im "Apopsi tou Notou" vom 13. Juli 2010
über die 4 entdeckten Räume
Die Journalistin Argyros
Klimathianaki berichtet in einer Wochenzeitung der Messara, dem "Apopsi
tou Notou" vom 13. Juli 2010, in einem ganzseitigen Artikel
über die 4 im April entdeckten Räume im Labyrinth.
Insbesondere der (eingestürzte) "kalamia"-Raum (Fotos siehe
hier und
hier)
wird mit Fotos vom Raum und von den neu wachsenden Stalagtiten
(weisse, dünne, hohle Rohre bis zu 10 cm Länge, Rohr
= gr. καλάμι (kalami))
vorgestellt. Ein weiteres Bild zeigt den Autor im 4. neu gefundenen,
intakten Raum.
08. Juli
2010: Einen weiteren "Fisch" gefunden - das geheime Symbol der Christen?



Im
Gang links
hinten gibt es eine Säule hinter einer Trockenmauer, die voll
mit vermutlich sehr alten Inschriften und Symbolen ist. Unter
ihnen entdeckte 2009 ein Begleiter ein Symbol, das die
stilisierte
Form eines Fisches hat. 2010 fand ich eine weitere solche Einritzung.
Über
dieses Symbol mit dem griechischen Namen "Ichtis"
(ιχθυς,
wobei ι
= i:
iesus
/ Jesus, χ
= ch:
christos
/ Christus, θ = th:
theou
/ Gottes, υ = y:
yos /
Sohn, ς(=σ) = s:
soter
/ Retter) lesen wir: "Als
die Christen vor fast 2000 Jahren vom römischen
Staat verfolgt wurden, war der Fisch ihr geheimes
Erkennungszeichen."
(Quelle 1).
Wenn die abgebildeten Striche tatsächlich einen Fisch
symbolisieren, könnte es sich mit einem Alter von
annähernd
2000 Jahren um die bisher mit Abstand ältesten Inschriften im
Labyrinth handeln..... Gleichzeitig könnte es bedeuten, dass
der
Steinbruch zu dieser Zeit stillgelegt war und darum als Zufluchtsort
und Versteck benützt wurde - oder dass verfolgte Christen dort
drin eingesperrt worden waren und vielleicht sogar noch als Steinhauer
zwangs-arbeiten mussten. Eine Überprüfung der
möglichen
Authentizität der beiden Symbole könnte anhand der
Bestimmung
der anderen Gravierungen zumindest indirekt erfolgen. Es scheint sich
nämlich um sehr alte Gravierungen zu halten, die
ähnlich wie
die Inschrift Savarys durch das Phänomen der
Ausblühung aus
dem Fels heraus ragen, jedoch wesentlich dicker sind als jene Savarys
von 1779.
Ausserdem sind viele Symbole und eventuell auch Buchstaben darunter,
die ich nicht kenne - vielleicht verflossene Schriften?
(Einen Dank für den
Hinweis
auf das Fisch-Symbol an Jürgen Kraus)
Quelle 1:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/liebfrauen_hennef/liturgie/symbole.html
zum Thema "Fisch als christliches Symbol" siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_%28Christentum%29
05. Juli
2010: Werden Steine aus dem Labyrinth hart, wenn sie nach draussen
gelangen?
Ich habe schon zwei oder
drei Mal
einheimische Kreter erzählen hören, dass die Steine
aus dem
Labyrinth aushärteten, wenn sie aus der Höhle raus
transportiert wurden. Dem stand ich bisher skeptisch
gegenüber.
Nun hat aber eine Bekannte, der ich einen Stein aus dem Labyrinth
mitgebracht hatte zur Erstellung einer Skulptur, dasselbe berichtet:
der Stein (mittlerweile die Skulptur) werde laufend härter.
Das
typische Gestein aus dem Labyrinth ist ein gelblicher, recht weicher
Kalksandstein. Wer
weiss mehr zu solchen Aushärtungsprozessen? (Angaben bitte an
contact.at.labyrinthos.ch - vielen Dank!)
02. Juli
2010: Wie aus 2,5 km Gängen plötzlich 4 km
Gänge werden
Wikipedia hat einen
neuen Beitrag erstellt zur Labyrinth-Höhle, der teilweise auf
meiner Website beruht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Labyrinth-H%C3%B6hle .
Eine Angabe in diesem Artikel verblüfft allerdings:
gemäss den
Pathfinder News vom 03. Nov. 2009
beträgt die Länge der Gänge 4 km. Ein wenig
Recherche, und ich fand heraus, wie dieser Fehler zustande kam: diese
Pathfinder News beruhen auf dem
Artikel der Independent-Zeitung vom 16. Okt.
2009, S. 11
. Dort ist die Länge der Gänge
mit 2,5 Meilen (!) angegeben, das ergibt umgerechnet bei 1 Meile zu 1,6
km genau 4 km. Der Fehler geschah jedoch beim Independent. Er
verwandelte 2,5 km in 2,5 Meilen, ohne die km in Meilen umzurechnen (8.
Abschnitt,
1.+2. Zeile). Im Independent hätte also die korrekte Angabe
lauten müssen: ca. 1,5 Meilen. Nun verbreitet sich dieser
Fehler leider, da der Artikel im Independent mehrfach anderen Medien
als Vorlage diente (z.B. der grössten griechischen
Tageszeitung
"Ta Nea" vom 17. Okt. 2009, S. 45)
- können wir das noch
korrigieren? (Die
Angabe von 2,5 km Gängen stammt von der Speleologen-Gruppe der
griechischen Speleologischen Gesellschaft ESE, die 1985 unter der
Leitung von Frau Petrochilou die Labyrinth-Höhle vermass und
kartografierte. Meine eigenen Messungen, die noch nicht abgeschlossen
sind, bestätigen diese Angabe ungefähr.)
Anmerkung 04.07.2010:
die Längen-Angabe auf der Wikipedia-Seite wurde inzwischen
korrigiert.
Anmerkung
06.07.2010:
Am 9. Internationalen Speleologie-Kongress 1986 in Spanien stellte Anna
Petrochilou die Labyrinth-Höhle vor. Der Rapport dieses
Kongresses
dürfte
wahrscheinlich jene Quelle sein, wo ihr Plan (S. 295) sowie die genauen
Messwerte (S. 296) zum ersten Mal veröffentlicht wurden. Die
Werte
betragen: begehbare Fläche: 8'900 m
2;
Länge aller Gänge: 2'470 m :
http://www.labyrinthos.ch/Dokumente/Speleologiekongress.1986.Spanien.pdf
01. Juli
2010: Rätsel um "Kalamia" gelöst? - Es sollte mit
"Rohr" statt mit "Schilf" übersetzt werden
Wurde bisher
gerätselt, wie
Schilf ohne Licht in einer Höhle wachsen könne,
selbst wenn
er weiss sei, so scheint sich nun eine einfache Lösung zu
ergeben.
Der Haken liegt möglicherweise bei einem
Übersetzungsfehler,
bzw. in der Mehrdeutigkeit des griechischen Wortes
"καλάμι" (kalami), was
zu Deutsch nicht
eigentlich "Schilf" heisst, sondern zunächst einfach mal
"Rohr".
Und so ist auch im Deutschen "Rohr" oder "Spanisch Rohr" eine Name
für diese schilf- und bambus-ähnlichen Pflanzen,
deren
Merkmal eben ist, aus Rohren aufgebaut zu sein, das heisst aus
Stengeln, die innen hohl sind. Auch das lateinische Wort "arundo", das
Buondelmonti verwendete, heisst wörtlich "Rohr", nicht
"Schilf".
Das selbe trifft jedoch auch für die Stalaktiten zu, die ich
in
jenem eingestürzten Raum fand, den ich für
den
Schilfraum halte. Diese Stalaktiten sind noch kurz, maximal 10 cm (die
meisten weniger), sie sind weisslich, leicht durchsichtig und innen
hohl (siehe obere Fotos). Wenn diese Stalaktiten in 25 Jahren (der
Schilfraum stürzte wahrscheinlich zwischen 1982 und 1985 ein)
5 bis 10 cm wachsen, dann könnten sie in 1000 Jahren
2 bis 4
m lang sein, genug, um in einem Raum von 4 m Höhe von der
Decke
bis zum Boden zu reichen. Da den Stalaktiten aber am Boden, am Ort des
Auftropfens, entsprechende Stalagmiten entgegen wachsen (siehe untere
Fotos links), könnte ein durchgehendes "Rohr" schon in weniger
als
1000 Jahren heranwachsen.... Wir müssen jetzt nochmals
die Zeugen, die diese "kalamia" gesehen hatten, genauer
befragen.
Die unteren Fotos in der Mitte und rechts
(Ausschnittvergrösserung) zeigen weitere Kalkablagerungen im
Schilfraum.